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BetterBahn stellt eine Verbindung von Magdeburg nach Oldenburg für 85,90 Euro der Split-Ticket-Variante für 12,99 Euro gegenüber

Zwei Tickets für dieselbe Fahrt sind manchmal günstiger als eines – nur rechnet das niemand von Hand nach. BetterBahn hat diese Suche automatisiert und fand auf passenden Strecken bis zu 84 % billigere Verbindungen.

Das kam dabei heraus

  • Bis zu 84 % günstigere Tickets für dieselbe Verbindung, im selben Zug

  • 2.534 Sterne, 186 Forks und 33 Mitwirkende auf GitHub

  • Berichte in Spiegel, FAZ, Focus, MDR und Sat.1 ohne einen Euro Marketingbudget

Magdeburg nach Oldenburg, ein Umstieg in Bremen: 85,90 €. Dieselbe Verbindung, derselbe Zug, dieselbe Abfahrtszeit – aber als zwei Tickets gebucht, mit Bremen als Trennpunkt: 12,99 €. Das ist kein Trick und nichts Verbotenes, sondern schlicht die Art, wie Sparpreis-Kontingente vergeben werden. Nur merkt es niemand, weil kein Mensch für jede Fahrt manuell alle möglichen Zwischenhalte durchprobiert. Genau diese Rechenarbeit habe ich in eine App gepackt: BetterBahn zerlegt eine gesuchte Verbindung in ihre Teilstrecken und prüft, ob die Summe günstiger ist als das Gesamtticket. Das Ergebnis? Im besten Fall bis zu 84 % Ersparnis – und ein Open-Source-Projekt, über das Spiegel, FAZ, Focus, MDR und Sat.1 berichtet haben.

Die Herausforderung

Split-Ticketing ist unter Vielfahrern kein Geheimnis. Das Problem ist nicht das Wissen, sondern der Aufwand: Um das günstigere Ticket zu finden, müsstest du für jeden Halt auf deiner Strecke zwei separate Suchen starten, die Preise notieren, gegen den Gesamtpreis rechnen – und dabei prüfen, ob die Teilstrecken überhaupt zum selben Zug gehören. Bei einer Verbindung mit fünf Zwischenhalten sind das ein Dutzend Suchanfragen für eine einzige Fahrt.

Dazu kommt das Deutschland-Ticket. Wer eins hat, braucht für Nahverkehrsabschnitte gar kein Ticket zu kaufen – aber die offizielle Buchungsstrecke verkauft trotzdem die komplette Fahrt am Stück. Der Sparbetrag liegt also sichtbar auf dem Tisch, nur kommt niemand ohne Tabellenkalkulation dran.

Der eigentliche Engpass

Nicht der Preis war das Problem, sondern dass niemand den Vergleich in vertretbarer Zeit anstellen konnte.

Die Lösung

Ein Projekt in eigener Sache, also ohne Auftraggeber, aber mit demselben Vorgehen wie bei Kundenprojekten: die Reibung suchen und an der Wurzel entfernen, statt drumherum zu organisieren.

1

Die Zerlegung

Du gibst Start, Ziel und Zeit ein, BetterBahn holt die reguläre Verbindung und zerlegt sie an jedem Halt, den der Zug ohnehin macht. Für jeden möglichen Trennpunkt läuft eine eigene Preisabfrage; am Ende steht die Kombination, die in Summe am wenigsten kostet. Entscheidend dabei: An der Reise selbst ändert sich nichts – gleicher Zug, gleicher Sitzplatz, kein zusätzliches Umsteigen.

2

Das Deutschland-Ticket mitdenken

Wer ein D-Ticket besitzt, hakt das in der Suche an. Abschnitte, die es abdeckt, fallen aus der Rechnung – in der Beispielverbindung ist exakt das der Grund, warum aus 85,90 € am Ende 12,99 € werden.

3

Offen statt als Blackbox

Next.js, TypeScript und Tailwind CSS, die Bahndaten über den db-vendo-client. Der Code liegt unter AGPL-3.0 vollständig auf GitHub. Bei einem Projekt, das mit Fahrpreisen und Buchungslinks hantiert, ist Nachvollziehbarkeit kein Bonus, sondern Voraussetzung: Jeder kann prüfen, was die App tut – und 33 Mitwirkende haben genau das getan und weitergebaut.

Die Ergebnisse

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2.534 Sterne und 186 Forks auf GitHub, 33 Menschen, die Code beigesteuert haben, und Berichterstattung in Spiegel, FAZ, Focus, Chip und PC-Welt sowie TV-Beiträge bei MDR und Sat.1 – für ein Projekt ohne Marketingbudget und ohne Firma dahinter.

Zur Ehrlichkeit gehört aber auch die Einordnung der 84 %: Das ist der Ausnahmefall, nicht der Normalfall. Split-Ticketing funktioniert nur auf ausgewählten Strecken – dort, wo die Sparpreis-Kontingente für Teilstrecken anders vergeben werden als für die Gesamtfahrt. Auf vielen Verbindungen findet BetterBahn schlicht nichts Günstigeres, und wo es etwas findet, liegt die Ersparnis meist im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich statt bei einem Rekordwert. Ein paar Euro pro Fahrt, regelmäßig, sind trotzdem Geld – nur eben keine Schlagzeile.

Status: pausiert

Die App ist aktuell nicht nutzbar. Die Schnittstellen der Bahn, über die die Preisabfragen liefen, sind blockiert – offiziell bestätigt wurde das nie, im Repository steht seitdem der Fehler ENOTFOUND app.vendo.noncd.db.de. Das Rechenprinzip funktioniert unverändert, nur fehlt die Datenquelle.

Was bleibt, ist mehr als die App selbst: ein Eigenprojekt, das von null auf überregionale Berichterstattung gekommen ist, weil es ein echtes, breit geteiltes Problem konkret gelöst hat. Der Code bleibt offen, die Website erreichbar – sollte sich der Zugang zu den Daten wieder öffnen, läuft BetterBahn weiter.

84 %

maximale Ersparnis pro Fahrt

2.534

Sterne auf GitHub

33

Mitwirkende am Open-Source-Code

Flush and Rush Display an der Badezimmerwand

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24 % weniger Zeit auf dem Klo: ein Rennen gegen mich selbst mit Home Assistant

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